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 BULGARIEN
Das Land der Rosen zwischen der Donau und dem Rhodopen-Gebirge





Bulgarien liegt südlich der unteren Donau und ist geographisch in vier Zonen gegliedert: die fruchtbare Donau-Niederung im Norden, das zentral gelegene Balkangebirge mit dem südlich von West nach Ost verlaufenden Rosental, die Thrakische Niederung, zu Griechenland im Süden von den Rhodopen begrenzt, und das Tiefland am Schwarzen Meer.
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Bulgariens Nachbarn sind im Norden die Rumänen, im Westen Serbien-Montenegro und Makedonien, im Süden die Griechen und im Südosten die Türken.
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Die Bulgaren, ursprünglich aus dem Pamir-Gebirge im nordwestlichen Himalaya stammend, hatten sich im Gebiet nördlich und östlich des Schwarzen Meeres angesiedelt und dort ein größeres Reich gegründet, von dem aus sie die osteuropäische Politik im Altertum und im
frühen Mittelalter mit bestimmten.
Vom byzantinischen Kaiser Justinian I. erhielten sie um 550 u.Z. das Recht, sich südlich der Donau anzusiedeln, wobei sich nacheinander verschiedene bulgarische Staaten entwickelten, die als dritte Kraft in Europa durchaus mit dem fränkischen Reich im Westen und dem byzantinischen Reich im Osten konkurrieren konnten. Einer der Bulgaren-Khane - Tervel Khan - wurde sogar, nachdem er den Siegeszug der nach Westen drängenden arabisch-islamischen Heere aufgehalten hatte, vom byzantinischen Herrscher Justinian II. im Jahr 705 u.Z. aus Dankbarkeit zum Kaiser von Byzanz gekrönt. Ein beispielloser Akt in der europäischen Geschichte. Im neunten Jahrhundert nahmen die Bulgaren unter dem Einfluß der so genannten "Slawenapostel" St.Cyrill und St.Methodius das Christentum an, das sich von hier aus im östlichen slawischen und im griechischen Raum zum orthodoxen Christentum mit dem östlichen Ritus entwickelte. Die Reiche der Bulgaren in verschiedener Ausdehnung mit mehr oder weniger starkem Einfluß auf ihre Nachbarn, stabilisierten die Verhältnisse auf dem Balkan bis hin zu den Ländern um Wien, indem sie die nomadisierenden Reiterstämme der Awaren und der diesen folgenden Ungarn so beeinflußten, daß sich im Westen die Grundlagen des ungarischen Königreichs bilden konnten. Die endgültige Unabhängikeit erreichte Bulgarien aber erst im 12. Jahrhundert unter den Asseniden.

In der Mitte des 13. Jahrhunderts (1241) eroberten und verwüsteten die Mongolen die Länder bis nach Schlesien, zogen jedoch bald wieder ab. Das Land konnte sich aber kaum erholen, denn schon im 14.Jahrhundert eroberten die Türken von Osten kommend die gesamte Balkanhalbinsel und blieben in den meisten dieser Länder - auch in Bulgarien  - bis fast zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das führte dazu, daß die traditionelle bulgarische und auch christliche Kultur trotz einer gewissen Autonomie des Landes weitgehend zerfiel. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte eine Rückbesinnung und aus ihr entstand eine Unabhängigkeitsbewegung. Diese wurde vom russischen Zaren als dem Erzfeind der Türken tatkräftig unterstützt. Bulgarien wurde 1878 wieder unabhängig und holte sich 1887 den deutschen Fürsten Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha als Prinzen ins Land. Dieser rief sich 1908 zum Zaren von Bulgarien aus.

Während des ersten Weltkrieges wurde Bulgarien besiegt und verlor bei den Friedensverhandlungen größere Gebiete, z.B. die Dobrudja im Osten, deren nördlicher Teil bis zum Donaudelta an Rumänien fiel. Nach einigen unruhigen Zeiten bis zum zweiten Weltkrieg, hatte es sich mit Deutschland verbündet. 1944 wurde 
es daraufhin von der Sowjet-Armee besetzt und dem Ostblock (COMECON) eingegliedert, mit der Folge einer völlig umgestalteten Wirtschaft des Landes.

1989 konnte sich Bulgarien nach dem Zerfall des Sowjet-Blocks wieder als unabhängiger Staat etablieren, was aber aufgrund der nur zögernd umgesetzten Reformen erst seit 2001 zu greifen begann. Der in diesem Jahr wieder ins Land geholte Thronerbe Simeon II. von Sachsen-Coburg-Gotha wurde zum Premierminister gewählt und erst unter dieser Ägide konnte langsam eine Wende zum Aufschwung in Gang kommen. In diesem Zusammenhang konnte auch die Anwartschaft auf den EU-Beitritt erreicht werden. Vermutlich im Jahr 2007 wird Bulgarien zusammen mit Rumänien diesen Schritt machen können.

Bulgarien ist eine Republik mit Präsidial-Demokratie und einem Einkammer-Parlament. Der Präsident ist auf 5 Jahre gewählt.
Die Hauptstadt des Landes ist Sofia. Es hat derzeit etwa 8,3 Millionen Einwohner, wovon ca. 85 % Bulgaren, 10 % Türken und 5 % sonstige Nationalitäten sind, vor allem Roma. Die Staatsfläche beträgt 110.912 qkm. Die Einwohnerzahl pro qkm liegt bei 76,4.
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