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| Russen,
3,5 % Moldau-Tataren oder
Gagauzen (spr. Gaga-usen), und kleineren Gruppen von Juden, Bulgaren,
Roma u.a. zusammen. Die Landessprache ist ein rumänischer Dialekt, der russische Einflüsse aufweist und als "moldawische Sprache" bezeichnet wird.
Die Schrift ist lateinisch, wobei aber oft noch die seinerzeit von den
Sowjets eingeführte kyrillische Schrift verwendet wird. Die Gagauzen sind vermutlich ogusischer Abstammung (13. Jahrhundert) und leben im Süden des Landes in dem autonomen Gebiet Gagauzien. Sie sind rumänisch-orthodoxe Christen, sprechen ein slawisiertes osmanisches Türkisch und schreiben kyrillisch. Deutsche findet man heute unter der moldawischen Bevölkerung nur noch zu einem verschwindend geringen Prozentsatz. Die ursprünglich in ca. 80 Gemeinden lebenden deutschen Siedler wurden 1940 aufgrund des Molotow-Ribbentrop-Vertrags zwischen Hitler-Deutschland und der Sowjetunion nach Deutschland ausgesiedelt (93.000 Personen). |
| Moldawien ist eine Republik mit einem im vierjährigen Turnus
gewählten Parlament. An der Spitze des Staates steht der Präsident. Die
Regierung des Landes wird derzeit von der kommunistischen Partei
dominiert, versucht zwar demokratische Ansätze zu entwickeln, was aber
durch die Machtgelüste und die Uneinigkeit der Parteien sowie die im
Lande aufeinander prallenden Interessen Rußlands, der Ukraine und
Rumäniens massiv behindert wird. Die größten Städte Moldawiens sind die Hauptstadt Chisinau, Tiraspol (früher Akkerman), Balti und Tighina. Wirtschaftlich ist Moldawien am Boden. Es ist eines der ärmsten Länder Europas. Privatisierung und Reformen kommen nur langsam voran, da sich Regierung und Parlament gegenseitig blockieren. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. Die Agrarwirtschaft ist aber trotz fruchtbaren Landes aufgrund der vorgenannten Umstände auf einem alarmierend niedrigen Niveau. Vorherrschend sind Obst-, Gemüse- und Wein-Anbau. Wobei anzumerken ist, daß der Weinbau seit alters aufgrund hoher Qualität besondere Bedeutung erlangt hatte. Die Industrie ist weitgehend auf dem Stand der totalitären Zeit stehengeblieben. Eine Reform der hoffnungslos überalterten Anlagen ist trotz zweifelsohne vorhandener Resourcen fast aussichtslos. |
Zur Erläuterung gibt es hier noch ein paar sehr interessante Links www.moldawien.de http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien-Konflikt Transnistrien-Info: http://www.tabibito.de/balkan/pmr.shtml |
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