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M O L D O VA  -  M O L D A U
Die Republik Moldawien  -  Republica Moldova

























Moldova ist eigentlich die Landschaft, die nach Osten an die Ostkarpaten anschließt und sich bis zum Dnister/Dnjestr (Transnistrien) hinzieht. Nach Norden und Nordwesten wird sie von der Bukowina und im Osten von der Ukraine begrenzt. Im Süden reicht sie bis zum Donauknie, wo die Donau ins Donaudelta übergeht. Der Name dieser Landschaft leitet sich von dem Fluß Moldau ab, einem ca. 200 km langen Nebenfluß des rumänischen Siret. Der östliche Teil war bis zur Gründung der Republik als Bessarabien  (nach dem mittelalterlichen Fürstengeschlecht Basarab) benannt. Moldova wird auf der ganzen Länge von Nordwesten bis zum Donau-Knie vom Pruth in zwei Teile  getrennt. Der westliche Teil mit der südlichen Bukowina ist eine rumänische Provinz. Der östliche Teil ist seit 1924 eine Republik und war seither immer den Einflüssen der stärkeren Nachbarn ausgeliefert, die z.B. nach der Annektion durch die Sowjet-Union 1940 den Südteil Bessarabiens bis zur Limanküste am Schwarzen Meer und der Donaumündung der Ukraine zuschlugen. Das heutige Moldawien ist auf seiner ganzen Ost- und Nordseite von der Ukraine umschlossen.



Die Republik Moldova umfaßt das wellige, nach Süden geneigte und von vielen Flüssen und Schluchten durchzogene Flachland zwischen Pruth im Westen und Dnister im Osten, sowie einem schmalen Landstreifen östlich des Dnister entlang der ukrainischen Grenze. Sie bedeckt eine Fläche von 33.843 qkm. Im Mittelland erheben sich vor allem von Eichenwäldern bedeckte Höhen, die Kodry, bis zu 429 m ü.M. (Balaneshty). Im Nordosten geht das Land in die Wolynisch-Podolische Platte über, nach Süden in die Donau-Schwarzmeer-Niederung. Moldova grenzt an die Donau und zählt somit zu den Donau-Anrainer-Staaten, obwohl der moldawische Donaustrand heute nur 540 m lang ist. Das Land ist zu etwa 75 % landwirtschaftlich genutzt und nur noch zu ca. 8 % von Wäldern bedeckt.
 
Das Klima Moldawiens ist gemäßigt kontinental. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Juli bei 19 bis 22 Grad, im Januar bei -3 bis -5 Grad Celsius. Es ist nicht sehr regenreich, die meisten Niederschläge fallen im Frühjahr und Frühsommer.

Die Bevölkerung des Landes (Juli 2004: 4.446.455) setzt sich aus ca. 65 % Rumänen, 14 % Ukrainern,
12 %
Russen, 3,5 % Moldau-Tataren oder Gagauzen (spr. Gaga-usen), und kleineren Gruppen von Juden, Bulgaren, Roma u.a. zusammen. Die Landessprache ist ein rumänischer Dialekt, der russische Einflüsse aufweist und als "moldawische Sprache" bezeichnet wird. Die Schrift ist lateinisch, wobei aber oft noch die seinerzeit von den Sowjets eingeführte kyrillische Schrift verwendet wird.
Die Gagauzen sind vermutlich ogusischer Abstammung (13. Jahrhundert) und leben im Süden des Landes in dem autonomen Gebiet Gagauzien. Sie sind rumänisch-orthodoxe Christen, sprechen ein slawisiertes osmanisches Türkisch und schreiben kyrillisch.
Deutsche findet man heute unter der moldawischen Bevölkerung nur noch zu einem verschwindend geringen Prozentsatz. Die ursprünglich in ca. 80 Gemeinden lebenden deutschen Siedler wurden 1940 aufgrund des Molotow-Ribbentrop-Vertrags zwischen Hitler-Deutschland und der Sowjetunion nach Deutschland ausgesiedelt (93.000 Personen).

Moldawien ist eine Republik mit einem im vierjährigen Turnus gewählten Parlament. An der Spitze des Staates steht der Präsident. Die Regierung des Landes wird derzeit von der kommunistischen Partei dominiert, versucht zwar demokratische Ansätze zu entwickeln, was aber durch die Machtgelüste und die Uneinigkeit der Parteien sowie die im Lande aufeinander prallenden Interessen Rußlands, der Ukraine und Rumäniens massiv behindert wird.
Die größten Städte Moldawiens sind die Hauptstadt Chisinau, Tiraspol (früher Akkerman), Balti und Tighina.

Wirtschaftlich ist Moldawien am Boden. Es ist eines der ärmsten Länder Europas. Privatisierung und Reformen kommen nur langsam voran, da sich Regierung und Parlament gegenseitig blockieren. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. Die Agrarwirtschaft ist aber trotz fruchtbaren Landes aufgrund der vorgenannten Umstände auf einem alarmierend niedrigen Niveau. Vorherrschend sind Obst-, Gemüse- und Wein-Anbau. Wobei anzumerken ist, daß der Weinbau seit alters aufgrund hoher Qualität besondere Bedeutung erlangt hatte. Die Industrie ist weitgehend auf dem Stand der totalitären Zeit stehengeblieben. Eine Reform der hoffnungslos überalterten Anlagen ist trotz zweifelsohne vorhandener Resourcen fast aussichtslos.

Zur Erläuterung gibt es hier noch ein paar sehr interessante Links 

www.moldawien.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien-Konflikt
Transnistrien-Info: http://www.tabibito.de/balkan/pmr.shtml
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