| LANDKARTEN-SHOP |
| Unser Angebot : |
Autoatlanten
Straßenkarten
Stadtpläne
Freizeitkarten
Natur und Umwelt
Administrative Karten
Topografische Karten
Geologische
Karten
diverse
Spezialkarten
Reiseführer
Wanderführer
Hotelführer |
| ***Slowakei-Literatur |
| Unsere Länderliste : |
| Estland |
| Lettland |
| Litauen |
| Belarus |
| Ostpreußen |
| Polen |
| Rußland |
| Ukraine |
| Moldawien |
| Tschechien |
| Slowakei |
| Ungarn |
| Slowenien |
| Kroatien |
| Rumänien |
| Bulgarien |
|
|
ZURÜCK |
|
Masuren - Land der Seen und Wälder
Ein Teil der heutigen Wojwodschaft Warmia i Mazury - Ermland und Masuren
|
|
Felder und bunte
Sommerwiesen, so weit das Auge reicht, dazu klare, fischreiche Seen und dichte
Buchen- und Kiefernwälder. In Masuren im Nordosten Polens ist das Land weit,
der Horizont fern.
|
Eine nahezu unberührte Landschaft aus
von Schilf gesäumten Teichen, stillen Mooren und Dörfern, auf
deren Dächern etwa 15.000 Weißstorchen-Paare ihre Nester gebaut
haben. In den Auen leben Kormorane und Sumpfschildkröten, in den
Bäumen nisten Seeadler und Reiher und auf den Wiesen entdeckt man
mit einem bißchen Glück Elche und Wisente.
Nicht umsonst wird
Masuren als "die grüne Lunge Polens" bezeichnet. Bis vor wenigen Jahren war die Region in erster
Linie das Ziel sogenannter "Heimat-Touristen", Männer und
Frauen, die ihre Jugend hier verbracht haben oder deren Eltern und
Großeltern im ehemaligen Ostpreußen geboren sind. Doch
mittlerweile reisen immer mehr Individual-
|

|
Touristen in die Region
zwischen Weichsel, Russland und Litauen. Es sind Urlauber, die Ruhe und
unverbrauchte Natur suchen - und auch finden.
Viele steigen in Nikolaiken (Mikolajky) im Herzen
der Großen Masurischen Seenplatte mit ihren über 3300 Seen ab. Das
Städtchen liegt direkt am Spirdingsee, dem mit rund 115 qkm
größten See Polens. In dem 250 Jahre alten "Masurischen
Venedig" gibt es kaum Verkehr, Fußgänger und Radfahrer
beherrschen die Altstadt. Links und rechts der Gehwege reihen sich
restaurierte Fachwerkhäuser und Villen, Bernstein- und
Silberschmuckgeschäfte aneinander. Nikolaiken ist ein Eldorado
für Wassersportler: Im Hafen dümpeln Tret- und Segelboote,
Wasserskier und Surfbretter stehen bereit. Wer nicht zu einer
Paddeltour im Kanu oder Kajak aufbrechen will, kann mit der
"Weißen Flotte" über die Seenplatte kreuzen.
|
Ländliche Gastfreundschaft
Der masurische
Alltag lässt sich am ursprünglichsten in
den um die Seen verstreuten Dörfern erleben. Hier bestellt der
Bauer
sein Feld noch mit Ackergaul und Pflug, Enten und Gänse watscheln
über
die Höfe, Geranien und Margeriten blühen in den
Gärten. Oft fährt man
fast eine halbe Stunde, ehe das nächste Dorf oder auch ein
ehemals herrschaftlicher Gutshof auftauchen.
Auf dem Land ist die Gastfreundschaft der
Masuren noch immer
sprichwörtlich. Zum Abendbrot biegen sich die Tische vor
Frikadellen,
Dillkartoffeln, Roter Beete, Karotten- und Krautsalaten. Oft ist auch
das Nationalgericht Bigos dabei, in Sauerkraut gedünstetes
Fleisch.
|
|
|
 |
Zurück in der Stadt:
Allenstein (Olsztyn) ist mit
180.000 Einwohnern
die größte der Provinz. Restaurierte Fachwerk- und
Jugendstilhäuser,
mächtige Backsteinkirchen und der von Arkaden gesäumte Marktplatz
machen sie zu einer der schönsten ganz Nordpolens.
Auf der Flaniermeile Staromiejska haben zahlreiche Geschäfte und Cafés eröffnet, die oft von Studenten der neu gegründeten
Universität
bevölkert werden. Im trutzigen gotischen Schloss ist dem
berühmtesten
Sohn der Stadt, dem Astronomen Nikolaus Kopernikus ("...und sie dreht
sich doch!"), eine ständige Ausstellung gewidmet. Ob im Hotel oder
Restaurant, die Preise sind erfreulich niedrig. Ein Fischgericht
(frischer Hecht oder Zander) kostet umgerechnet sieben bis acht Euro,
Bier oder Limo etwa 80 Cent. Eine Übernachtung in einer Pension
mit
Frühstück ist schon für 15 bis 25 Euro zu
haben.Zum Frühstück gibts reichlich Wurst und Käse, auf Wunsch auch
Palatschinken
und Kaviar.
|

|
|
Auf den Spuren der Pilger
Gut 20 km und endlose
Buchen- und Birkenalleen weiter erhebt sich auf einer Waldlichtung
Masurens wichtigste Pilgerstätte. Der Legende nach soll hier einem
zu Tode Verurteilten die Mutter Gottes erschienen sein. Er schnitzte
ihr Ebenbild in ein Holzstück, das seine Richter so beeindruckte,
dass sie den
Mann frei ließen. Das Bildnis hängte er darauf an eine
Linde, in deren Nachbarschaft Jesuiten dann das
berühmte Kloster errichteten: safrangelb, barock verziert.
Heutzutage ziehen 1,5 Millionen Pilger alljährlich nach Swieta
Lipka (Heilige Linde).
In der Nähe des Mauersees liegt eine
Touristenattraktion, die zwiespältige Gefühle weckt: die
"Wolfsschanze" in Görlitz (Gierloz), das ehemalige
Hitler-Hauptquartier. In der damals geheim gehaltenen Festungsstadt inmitten
von Wäldern und Seen wohnte Adolf Hitler von 1941 bis 1944 hinter
acht Meter dicken Betonwänden. Besucher durchstreifen eine 2 qkm
große Ruinenlandschaft mit gesprengten Bunkern und rostigen
Stahlkorsetten, vieles mittlerweile von Moos und Pilz überwuchert.
|
|
Anzuschauen gäbe es noch Vieles:
Steinort und
Lötzen mit ihren Festungen, das Freilichtmuseum von Hohenstein,
die Altstädte von Sensburg und Graudenz. Doch immer wieder ist es
die Natur, die fasziniert. Im Wildreservat von Slonsk (Vögel und
Fledermäuse), in den Naturparks an der weißrussischen Grenze
oder einfach während einer Paddeltour auf der Krutinna |
|
|